{"id":940,"date":"2014-05-16T01:12:25","date_gmt":"2014-05-16T00:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/?p=940"},"modified":"2014-05-19T22:42:14","modified_gmt":"2014-05-19T21:42:14","slug":"weniger-ist-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/weniger-ist-mehr\/","title":{"rendered":"Weniger ist mehr"},"content":{"rendered":"<p>Verzichten liegt voll im Trend. Egal, wo man auch hinschaut, \u00fcberall werden Dinge einfach weggelassen. Gro\u00dfst\u00e4dter verzichten immer h\u00e4ufiger auf das eigene Auto, Veganer verzichten auf tierische Produkte und die kleine Gruppe der Workaholics, die noch nicht dem Burn-Out zum Opfer gefallen ist, verzichtet auf den Jahresurlaub. Es soll sogar Leute geben, die v\u00f6llig auf Alkohol verzichten.<\/p>\n<p>Ich muss gestehen, die meisten Formen dieses Verzichts sind mir fremd und k\u00e4men f\u00fcr mich einer schmerzlichen Entbehrung gleich. Ganz abgesehen davon, dass ich bei vielen Dingen gar nicht die Notwendigkeit erkenne, sie vollends aus meinem Leben zu verbannen. Es gibt aber Bereiche, in denen das Weglassen auch f\u00fcr mich durchaus attraktive Seiten hat. Im Motorsport zum Beispiel.<\/p>\n<p>Am ersten Maiwochenende fand im holl\u00e4ndischen Hengelo der erste Lauf zur International Road Racing Championship 2014 statt und auch hier wurde die \u201eWeniger ist mehr\u201c-Philosophie aktiv gelebt. Allerdings ist der Umstand, dass es Manches hier gar nicht oder wenn, nur in etwas verkleinerter Form gibt, von Beginn an Teil der Faszination. Gro\u00dfz\u00fcgige Boxenanlagen findet man am Varsselring genauso wenig, wie ausladende Trib\u00fcnenkomplexe oder riesige Besucherparkpl\u00e4tze. Bei den meisten Veranstaltungen auf permanenten Rennstrecken sind diese zwar im \u00dcberfluss vorhanden, ein wirklicher Bedarf daran besteht bei Motorradrennen allerdings meistens nicht.<\/p>\n<p>Aber auch die Strecke selbst zeichnet sich mehr durch die \u201ekleinen\u201c Dinge aus. Der Kurs ist mit zwar 4,878 km l\u00e4nger als die GP-Variante des Hockenheimrings, gleicht bei der Breite aber eher einem gut ausgebauten Radweg. Auch die wenigen Sturzzonen sind von ihrer Gr\u00f6\u00dfe mehr Sandk\u00e4sten als Kiesbetten und die Boxengasse ist so klein, dass man sie eigentlich nur f\u00fcr Pocketbike-Teams \u00f6ffnen sollte. Und trotzdem war die Veranstaltung mindestens so interessant, wie der Auftakt der IDM-Saison, der zur gleichen Zeit am Lausitzring stattfand. Denn es wurde nicht nur erstklassiger Motorsport geboten, sondern man konnte hier auch Rennsport in seiner urspr\u00fcnglichsten Form erleben \u2013 Road Racing eben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_941\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Boxeneinfahrt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-941\" class=\"size-large wp-image-941\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Boxeneinfahrt-1024x682.jpg\" alt=\"Gro\u00dfz\u00fcgig gestaltete Boxeneinfahrt am Varsselring\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Boxeneinfahrt-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Boxeneinfahrt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Boxeneinfahrt.jpg 1555w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-941\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00dfz\u00fcgig gestaltete Boxeneinfahrt am Varsselring<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu gro\u00dfen Motorradrennen sind Veranstaltungen im Hobbybereich typischerweise Zweitages-Events und die Anreise der Teams erfolgt in der Regel am Freitagabend, h\u00e4ufig sogar erst in der Nacht zum Samstag. Durch den Feiertag am 1. Mai gestaltete sich zum ersten IRRC Rennen aber alles etwas entspannter und so war das Fahrerlager bereits am fr\u00fchen Freitagnachmittag gut gef\u00fcllt. Wie beschrieben, gibt es bei Stra\u00dfenrennen in der Regel keine permanente Boxenanlage und dank der, als idyllisch zu bezeichnenden Lage des Varsselrings, knapp 40 Kilometer \u00f6stlich von Arnheim, wird das Fahrerlager hier sprichw\u00f6rtlich auf der gr\u00fcnen Wiese aufgeschlagen.<\/p>\n<p>Es starten bei der IRRC zwar keine professionellen Fahrer und viele Teams nutzen Wohnwagen, Zelten oder Wohnmobilen als Boxenersatz, wer jetzt aber glaubt, es herrschte nur lockere Camping-Atmosph\u00e4re, der liegt falsch. Neben der IRRC fand in Hengelo unter anderem auch das dritte Rennen zur holl\u00e4ndischen Meisterschaft ONK statt und was hier teils auf dem Acker aufgebaut wurde, erinnerte mehr an Superbike Weltmeisterschaft, als an Stra\u00dfenrennen in der holl\u00e4ndischen Provinz. Ebenfalls bemerkenswert: Sowohl bei den ONK Supersportlern, als auch bei den Superbikes wat deutlich der Trend zum Zweitmopped zu erkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Alles neu<\/strong><\/p>\n<p>Durch den Feiertag am Freitag gestalteten sich Anreise, Aufbau und die technische Abnahme zwar recht entspannt, das Rennwochenende selbst war aber dicht gepackt. Von den Rennen der IRRC, \u00fcber die verschiedenen Klassen der ONK, bis hin zu Klassikrennen mussten Qualifyings und Rennen f\u00fcr insgesamt 8 verschiedene Klassen im engen Zeitplan untergebracht werden. Der Ablauf war daher so eng gesteckt, dass auf ein erstes Warm-Up zum Kennenlernen der Strecke verzichtet und am Samstagmorgen gleich mit dem 1. Qualifying zur IRRC Supersport begonnen wurde. Keine optimalen Bedingungen f\u00fcr Road-Racing Frischlinge, zumal der Start schon um 8 Uhr morgens stattfand und das Thermometer nur empfindlich kalte drei Grad anzeigte. Auch unser Rookie Daryl D\u00f6rlich vom Team Bornh\u00e4usser Motorsport war von den Bedingungen beim Erstkontakt mit der Strecke alles andere als angetan.<\/p>\n<p>Um die Situation etwas zu entsch\u00e4rfen, mussten die Neulinge auf der Strecke, \u00e4hnlich wie auf der Isle of Man, Warnwesten tragen, um die schnellen Piloten auf das m\u00f6gliche Gefahrenpotential hinzuweisen und so Unf\u00e4llen vorzubeugen. Dass diese Sicherheitsma\u00dfnahme durchaus berechtigt war, zeigte der Blick auf die gefahrenen Zeiten im ersten Zeittraining. Marcel Zuurbier, der Schnellste am Samstagmorgen, setzte mit seiner 1:57,196 nicht nur ein erstes Ausrufezeichen, sondern fuhr damit auch fast 25 Sekunden schneller als Daryl, der auf dem drei\u00dfigsten und letzten Platz nun nicht nur ein gr\u00fcnes Leibchen, sondern auch die rote Laterne trug. Dies sollte sich im Verlauf des Wochenendes aber noch deutlich \u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_944\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Leibchen-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-944\" class=\"wp-image-944 size-large\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Leibchen-1-1024x682.jpg\" alt=\"Neulinge in Hengelo mussten im Training Warnweste tragen\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Leibchen-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Leibchen-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Leibchen-1.jpg 1555w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-944\" class=\"wp-caption-text\">Neulinge in Hengelo mussten im Training Warnweste tragen<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ebenfalls mehr als beachtlich war die Bestzeit, mit der der ONK-Pilot Arie Vos im anschlie\u00dfenden Quali 1 zur IRRC Superbike gestoppt wurde. Mit einer 1:49,712 war er fast zwei Sekunden schneller als sein holl\u00e4ndischer Landsmann Nigel Walraven und es deutete sich hier schon an, wen man an diesem Wochenende fest f\u00fcr das Treppchen mit einplanen musste. Sowohl der amtierende Champion der IRRC Superbike, Didier Grams, als auch der Supersportmeister 2013, Laurent Hoffman, hielten sich mit den Pl\u00e4tzen 4 und 5 in ihren ersten Trainings noch etwas bedeckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quali 2<\/strong><\/p>\n<p>Da die Trainingszeit sehr begrenzt war, hatten sich sowohl viele der IRRC-Fahrer als Gaststarter zu den L\u00e4ufen der ONK eingeschrieben, als auch umgekehrt einige der ONK-Piloten bei der IRRC genannt. Auch Frischling Daryl, der sowieso jeden \u00dcbungskilometer brauchen konnte, und Teamchef Marc, der nach 8 Jahren Hengelo-Abstinenz ebenfalls fast wieder als Anf\u00e4nger am Varsselring zu betrachten war, hatten sie sich zu den ONK-L\u00e4ufen eingeschrieben.<\/p>\n<p>Und die zus\u00e4tzlichen Turns machten sich bezahlt. War Daryl am Morgen noch sehr verhalten zu Werke gegangen, konnte er sich im zweiten Quali um fast 18 Sekunden verbessern und parkte sein Motorrad damit auf Startplatz 23. Auch Marc Bornh\u00e4usser war im ersten Durchgang etwas hinter den eigenen Erwartungen zur\u00fcckgeblieben, konnte sich jetzt aber noch mal erheblich steigern. Zwar verpasste er mit einer 1:58,155 die angepeilte Platzierung in den Top Ten um zwei Pl\u00e4tze, nachdem durchwachsenen ersten Qualifying war Position 12 dann aber ein vers\u00f6hnliches Ergebnis.<\/p>\n<p>Auch an der Spitze gab es noch einiges an Bewegung. Mit einer pfeilschnellen 1:53,749 hatte sich der Belgier Timothy Baken Startposition eins gesichert und war damit knapp eine halbe Sekunde schneller, als der aktuelle Titelverteidiger Laurent Hoffmann auf Platz 2. Drittschnellster war Joey den Besten und komplettierte so die erste Startreihe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_945\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Laurent-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-945\" class=\"wp-image-945 size-large\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Laurent-1-1024x682.jpg\" alt=\"Der amtierende Meister Laurent Hoffmann fuhr im Quali auf Startplatz 2\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Laurent-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Laurent-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Laurent-1.jpg 1555w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-945\" class=\"wp-caption-text\">Der amtierende Meister Laurent Hoffmann (#174, hinten) fuhr im Quali auf Startplatz 2<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und noch etwas hatte sich getan: War im ersten Durchgang noch Georg Fr\u00f6hlich der schnellste Deutsche auf dem Varsselring, pr\u00fcgelte nun Thomas \u201eThe Crazy German\u201c Kreutz sein R6 in 1:54,734 um den Kurs und war nun der einzige, der den Speed der Belgier und Holl\u00e4nder ansatzweise mitgehen konnte. Allerdings war sein 4. Startplatz zu diesem Zeitpunkt noch alles andere als sicher, da er als Nachr\u00fccker noch auf den Ausfall oder die Nicht-Qualifikation eines Dauerstarters hoffen musste.<\/p>\n<p>Hatten die ONK-Fahrer und IRRC Gaststarter Arie Vos und Nigel Walraven schon im ersten Zeittraining gezeigt, dass an diesem Wochenende kein Weg an ihnen vorbeif\u00fchren w\u00fcrde, wurden die Karten bei den Dauerstartern noch mal neu gemischt. Didier Grams machte seinem Ruf als Champion alle Ehre und stellte seine BMW auf Startplatz drei. Dahinter folgten Nelson Rolfes und Kevin Bos. Auf Position 12 stand mit Thomas Kreutz wieder ein alter Bekannter aus der SSP-Klasse. In typischer Road Racing Manier fuhr er nicht nur bei den Supersportlern, sondern startet gleich in beiden Klassen. Erstaunlicherweise hatte er den Kurs mit seiner 600er sogar gut eineinhalb Zehntel schneller umrundet als bei den Superbikes mit der S 1000 RR.<\/p>\n<p>Neben den beeindruckenden Rundenzeiten gab es w\u00e4hrend des Trainings noch zwei weitere Besonderheiten zu beobachten. Zum einen ging\u00a0mit der Moto2-Maschine von Hendrik Voit ein echter Technik-Exot an den Start und zus\u00e4tzlich bereicherte mit Insa J\u00e4schke auch eine Frau das IRRC-Starterfeld. Leider verpasste sie die n\u00f6tige Qualifikationszeit und durfte bei den Rennen am Sonntag leider nicht starten. Hoffentlich sieht es f\u00fcr Insa beim n\u00e4chsten Rennen in Oos wieder besser aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_946\" style=\"width: 682px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Moto2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-946\" class=\"wp-image-946 size-large\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Moto2-682x1024.jpg\" alt=\"Hendrik Voit auf seiner IAMT Moto2\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Moto2-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Moto2-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Moto2.jpg 1037w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-946\" class=\"wp-caption-text\">Hendrik Voit auf seiner IAMT Moto2<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Renntag <\/strong><\/p>\n<p>Nachdem der Samstag sturztechnisch gl\u00fccklicherweise sehr ruhig verlaufen war, begann der Renntag w\u00e4hrend der Warm-Ups leider weniger erfreulich. Hatten sich die Fahrer inzwischen gut auf den Kurs eingeschossen und sich das Tempo dadurch erheblich erh\u00f6ht, so waren die Bedingungen am Sonntagmorgen wieder \u00e4hnlich unwirtlich wie am Vortag. Und die Kombination aus niedrigen Temperaturen und deutlich h\u00f6herem Speed forderten ihren Tribut. Sowohl bei den Supersportlern als auch bei den Sidecars gab es im Warm-Up heftige Abfl\u00fcge, die leider auch das Ausr\u00fccken der Ambulanz n\u00f6tig machten. Leider sollte es an diesem Tag nicht bei einem Einsatz bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Showtime<\/strong><\/p>\n<p>Richtig ernst wurde es dann gegen Mittag, als um kurz vor Zw\u00f6lf das erste von zwei Rennen zur IRRC Supersport gestartet wurde. Wie zu erwarten, konnte der Trainingsschnellste Timothy Baken auch den Start f\u00fcr sich entscheiden und f\u00fchrte das Feld beim Einbiegen in die erste 90-Grad-Rechts nach Start und Ziel an. Leider sollte seine F\u00fchrungssphase hier auch schon zu Ende gehen. Mit den noch kalten Reifen etwas zu fr\u00fch am Gas, ging er beim Herausbeschleunigen unsanft zu Boden und das Rennen f\u00fcr ihn schon nach wenigen hundert Metern zu Ende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_947\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7202.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-947\" class=\"size-large wp-image-947\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7202-1024x682.jpg\" alt=\"Musste lange zuschauen: Polesetter Timothy Baken schied bereits in Runde 1 aus\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7202-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7202-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7202.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-947\" class=\"wp-caption-text\">Musste lange zuschauen: Polesetter Timothy Baken schied bereits in Runde 1 aus<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber auch ohne den schnellen Belgier sollte es ein spannender Kampf um den ersten Sieg des Jahres werden. In die Bresche sprang Thomas Kreutz, der seine Nachnominierung nutzte und in F\u00fchrung liegend aus der ersten Runde kam. Doch schon jetzt war Titelverteidiger Laurent Hoffmann in Schlagdistanz, \u00fcbernahm dann in Runde 3 die F\u00fchrung und sollte sie bis zum Ende auch nicht wieder abgeben. Hinter dem F\u00fchrenden lieferten sich Thomas Kreutz und der Holl\u00e4nder Marcel Zuurbier noch einen spannenden Zweikampf, den der Deutsche dann in Runde sieben f\u00fcr sich entscheiden konnte. Die die h\u00f6lzerne Medaille sicherte sich der Tscheche Marek Cerveny und sorgte so daf\u00fcr, dass die erste vier Pl\u00e4tze mit vier verschiedenen Nationalit\u00e4ten belegt waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_948\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Kreutz-Rennen-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-948\" class=\"size-large wp-image-948\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Kreutz-Rennen-1-1024x682.jpg\" alt=\"Thomas Kreutz (#227) und Marcel Zuurbier (#21) k\u00e4mpften lange um Platz 2\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Kreutz-Rennen-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Kreutz-Rennen-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Kreutz-Rennen-1.jpg 1555w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-948\" class=\"wp-caption-text\">Thomas Kreutz (#227) und Marcel Zuurbier (#21) k\u00e4mpften lange um Platz 2<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Piloten des Team Bornh\u00e4usser h\u00e4tte das Rennen gegens\u00e4tzlicher nicht verlaufen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend Daryl sich nach seinem Start von Platz 23 im Verlauf des Rennens auf Platz 17 verbessern konnte, verpasste Marc in der ersten Runde den Eingang zur Schikane und viel dadurch weit zur\u00fcck. Die anschlie\u00dfende Aufholjagd kostet ihn so viel Zeit, dass er den ersten Lauf nur auf Platz 15 beendete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lauf 2<\/strong><\/p>\n<p>Auch im zweiten SSP-Lauf des Tages waren es Laurent Hoffmann, Marcel Zuurbier und Thomas Kreutz, die von Anfang die Pace vorgaben. Zwar war der Rennspeed nicht mehr ganz so hoch wie noch am Mittag, daf\u00fcr schenkten sich die drei aber nicht einen Zentimeter und lieferten dem Publikum Motorsport vom Feinsten. Schien es anfangs so, als k\u00f6nnte Laurent Hoffmann auch diesen Lauf wieder ungehindert nach Hause fahren, machten Kreutz und Zuurbier dem Belgier ab Runde 3 einen Strich durch die Rechnung und erk\u00e4mpften sich immer wieder die F\u00fchrung. Der Dreikampf endet leider unsch\u00f6n in der siebten Runde 7, als Marcel Zuurbier in F\u00fchrung liegend die Kontrolle verlor und im schnellsten Streckenabschnitt schwer st\u00fcrzte. Da er anschlie\u00dfend nicht umgehend geborgen werden konnte, musste das Rennen in der achten von vierzehn Runden abgebrochen werden. Bei der Untersuchung im Krankhaus in Doetichem wurden dem jungen Holl\u00e4nder bedauerlicherweise eine ausgekugelte Schulter, ein gebrochenes Schl\u00fcsselbein sowie ein abgebrochenes St\u00fcck am Oberarmkopf diagnostiziert.<\/p>\n<p>Zwar k\u00f6rperlich unversehrt, aber dennoch vom Pech verfolgt war auch Thomas Kreutz. Hatte er bis in Runde 6 noch um den Sieg gek\u00e4mpft, vereitelte kurz darauf ein abgerissenes Schaltgest\u00e4nge die Weiterfahrt und zwang ihn in Runde 7 zur Aufgabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_951\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7401.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-951\" class=\"size-large wp-image-951\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7401-1024x682.jpg\" alt=\"Schaltgest\u00e4nge hin, Rennen gelaufen.\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7401-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7401-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7401.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-951\" class=\"wp-caption-text\">Gest\u00e4nge vom Schaltautomat hin, Rennen gelaufen.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im wahrsten Sinne lachende dritter war George Fr\u00f6hlich. Der Wechselburger hatte das ganze Wochenende \u00fcber an der Top 5 gekratzt und profitierte nun von den Ausf\u00e4llen von Zuurbier und Kreutz und schaffte so doch noch den Sprung aufs Podium. Auch f\u00fcr Marc Bornh\u00e4usser endete der zweite Lauf zufriedenstellend. Nachdem im ersten Rennen absolut nichts nach Plan gelaufen war, beendete er das zweite auf Platz acht und reist nun mit insgesamt 9 Meisterschaftspunkten zum zweiten IRRC-Event nach Oss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>IRRC Superbike<\/strong><\/p>\n<p>Auch die L\u00e4ufe zur IRRC Superbike boten ein spannendes Duell um die Spitze und wurden vom Zweikampf der ONK-Fahrer Nigel Walraven und Arie Vos gepr\u00e4gt. Der ehemalige IDM Superbike-Fahrer und holl\u00e4ndische Meister Arie Vos hatte schon im ersten Qualifying gezeigt, wo der Hammer h\u00e4ngt, doch der 25j\u00e4hrige Nigel Walraven war das ganze Wochenende \u00fcber in Reichweite geblieben. Nachdem Walraven im IRRC Lauf eins und im ONK Rennen jeweils die F\u00fchrung \u00fcbernahm und sich dann doch dem 38 j\u00e4hrigen Routinier geschlagen geben musste, schlug im dritten Rennen endlich die Stunde des jungen Herausforderers und Walraven konnte sich die letzte Siegertroph\u00e4e des Tages sichern. Auf Platz 3 fuhr in beiden L\u00e4ufen der amtierende IRRC Superbike-Meister Didier Grams. Zwar durfte er sich nie ganz oben aufs Treppchen stellen, da Walraven und Vos aber nur als Gastfahrer angetreten waren, sicherte er sich die maximal m\u00f6glichen f\u00fcnfzig Meisterschaftspunkte und reist mit 10 Z\u00e4hlern Vorsprung auf den Zweitplatzierten Vick de Cooremeter zum n\u00e4chsten Rennen nach Oos (NL).<\/p>\n<div id=\"attachment_952\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7262.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-952\" class=\"size-large wp-image-952\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7262-1024x682.jpg\" alt=\"Nur einmal sollte das Duell auch so enden: Nigel Walraven (#417) vor Arie Vos (#28) Im IRRC Superbike Rennen\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7262-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7262-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/MG_7262.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-952\" class=\"wp-caption-text\">Nur einmal sollte das Duell auch so enden: Nigel Walraven (#417) vor Arie Vos (#28) im IRRC Superbike Rennen<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_963\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-963\" class=\"size-large wp-image-963\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/9-1024x682.jpg\" alt=\"Sachsenpfeil: Didier Grams ist auch in diesem Jahr das Ma\u00df der Dinge\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/9-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/9-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/9.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-963\" class=\"wp-caption-text\">Sachsenpfeil: Didier Grams ist auch in diesem Jahr das Ma\u00df der Dinge<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kleines St\u00e4dtchen, enge Stra\u00dfen, gro\u00dfe Show. Die Rennen auf dem Varsselring haben wieder einmal gezeigt, dass es keiner VIP-Bereiche und teuren Infrastruktur bedarf, um hochkar\u00e4tigen Zweiradrennsport zu bieten. Mehrere tausend Besucher sprechen eine eindeutige Sprache: ein offenes, famili\u00e4res Fahrerlager sowie ambitionierte Racer, die die urspr\u00fcnglichste Form des Stra\u00dfenrennens lieben und leben, reichen aus, um Zuschauer an die Strecke zu locken und f\u00fcr Rennsport zu begeistern.<\/p>\n<p>Wenn ihr jetzt die IRRC auch einmal live erlebt wollte, dann bietet sich hierf\u00fcr noch reichlich Gelegenheit. Es finden dieses Jahr noch 5 weitere Veranstaltungen statt. Die n\u00e4chsten Rennen werden am zweiten Juniwochenende im holl\u00e4ndischen Oss ausgetragen. Alle weiteren Termine findet ihr <a href=\"http:\/\/www.irrc.eu\/\">hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verzichten liegt voll im Trend. Egal, wo man auch hinschaut, \u00fcberall werden Dinge einfach weggelassen. Gro\u00dfst\u00e4dter verzichten immer h\u00e4ufiger auf das eigene Auto, Veganer verzichten auf tierische Produkte und die kleine Gruppe der Workaholics, die noch nicht dem Burn-Out zum Opfer gefallen ist, verzichtet auf den Jahresurlaub. 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