{"id":34,"date":"2011-02-03T01:03:33","date_gmt":"2011-02-03T00:03:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/?page_id=34"},"modified":"2014-11-09T21:53:19","modified_gmt":"2014-11-09T20:53:19","slug":"wie-alles-begann","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wie-alles-begann\/","title":{"rendered":"Wie alles begann&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Die Liebe zum Motorradfahren ist mir in die Wiege gelegt. Na ja, man redet sich so was ja immer gerne ein. Auf der Suche nach Fotos f\u00fcr die Bebilderung meiner kleinen Vorstellung hier, bin ich aber auf einen Schnappschuss gesto\u00dfen, der zumindest vermuten l\u00e4sst, dass ich schon im fr\u00fchsten Kindesalter mit dem Zweiradvirus infiziert wurde. Das Schwarzwei\u00dffoto (wir im Osten hatte ja n\u00fcscht) zeigt mich, wie ich quietschvergn\u00fcgt auf einer <em>Simson Schwalbe<\/em> sitze und beherzt nach dem Gasgriff greife. Die R\u00fcckseite des Bildes verriet, dass die Aufnahme im Juli 1982 gemacht wurde. Damals war ich gerade achtzehn pupsige Monate jung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ort des Geschehens war zu jener Zeit das Grundst\u00fcck meiner Gro\u00dfeltern. Von hieraus sollte sp\u00e4ter sowohl meine Faszination f\u00fcr Motorr\u00e4der und den Motorsport, als auch meine schulische und universit\u00e4re Ausbildung entscheidend beeinflusst werden. Doch dazu kommen wir noch.<\/p>\n<div id=\"attachment_35\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Pimpf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35\" class=\"size-large wp-image-35\" title=\"Pimp(f)\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Pimpf-1024x724.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"353\" srcset=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Pimpf-1024x724.jpg 1024w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Pimpf-300x212.jpg 300w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Pimpf.jpg 1239w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35\" class=\"wp-caption-text\">Pimp(f)<\/p><\/div>\n<p><strong>Die fr\u00fchen Jahre<\/strong><\/p>\n<p>Wie oben ja bereits erw\u00e4hnt, bin ich noch zu DDR-Zeiten in der Zone geboren. Erstaunlicherweise unterschied sich meine Kindheit aber wohl nicht all zu sehr von der, die die Pimpfe jenseits des Eisernen Vorhangs durchlebten. Ich mochte S\u00fc\u00dfes, spielte gern im Dreck, ging ab sechs zur Schule und dank der Verwandtschaft im goldenen Westen, hatte ich sogar Jinglers-Jeans (jaaa, genau wie in \u201eSonnenallee\u201c). Meine Eltern fuhren mit mir in den Urlaub, allerdings nicht nach Bella Italia oder Malorza, sondern in den Th\u00fcringer Wald oder die Tschechei. War auch sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Ein paar Unterschiede gab es dann aber doch. Zum einen nahm man es &#8211; zumindest im Kleinen &#8211; mit den Regeln nicht ganz so genau. Und so kam es, dass mich mein Gro\u00dfvater schon in den Ferien der Grundschulzeit, fast jeden Tag zu seiner Arbeit in ein Kieswerk mitnehmen konnte. Hier gab es jede Menge Dreck, Steine und riesige Maschine. Was f\u00fcr ein Spielplatz! Der Grund f\u00fcr mein sp\u00e4teres Geologiestudium wurde hier sicher nicht unerheblich mitbestimmt.<\/p>\n<p>Und im Osten wurde viel mehr Mopped und Motorrad gefahren. Da man achtzehn Jahre auf einen Trabi warten musste und der dann immer noch ein Verm\u00f6gen kostete, blieb den Leuten auch nichts anderes \u00fcbrig. Ob Schwalbe, Star und S\u00a051, oder die Hightechbrenner aus dem Motorenwerk Zschopau, man fand einfach in fast jeder Garage ein zweitaktendes Einspurfahrzeug. So kam es dann auch, dass bei mir bereits fr\u00fch die Faszination am Moppedfahren geweckt wurde.<\/p>\n<p>Und wo sollte ich meine ersten Fahrerfahrungen machen? Klar, bei Opa nat\u00fcrlich. Als Untersatz musste eine Simson S\u00a050 herhalten. Drei G\u00e4nge, 3,5\u00a0PS und flammenrot lackiert. Was f\u00fcr ein H\u00f6llenger\u00e4t! Nach einer halben Stunde Anfahr-, Schalt- und Bremstraining hatte ich die Hand-Fu\u00df-Koordination einigerma\u00dfen im Griff und so konnte ich die ersten unkontrollierten Chaosrunden auf abgelegenen Feldwegen drehen. Und ich f\u00fchlte mich wie der K\u00f6nig! Wer waren schon Mick Doohan und Kevin Schwantz? Diesen Nasenbohrern w\u00fcrde ich bald das F\u00fcrchten lehren! Es sollten aber noch mal fast 3 Jahre vergehen, bis ich alt genug war, um den Lappen zu machen.<\/p>\n<p>1996 gab es dann aber kein Halten mehr. Ralf Waldmann k\u00e4mpfte in der 250er WM gegen Max Biaggi um den Titel, ich meldete mich zur Fahrschule an. Und das ganze drei Monate vor meinem 16. Geburtstag. Ich konnte es einfach nicht mehr erwarten. Es war dann auch egal, dass ich meine praktischen Fahrstunden im Januar und Februar bei frostigen Temperaturen machen musste. Ich war einfach zu jedem Opfer bereit!<\/p>\n<p>Apropos Opfer: Mein erstes Mopped nach der bestandenen F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung, war zwar eine Simson S\u00a051\u00a0B und damit den konkurrierenden Kreidler Floretts \u00fcberlegen. Verh\u00e4ngnisvoller Weise gab es in unserem Ort aber einen Aprilia H\u00e4ndler und damit seit 1996 auch die die bildsch\u00f6ne Aprilia RS 125 Replica. Wieder ein Grund um Opfer zu bringen. Dieses Mal jedoch nicht durch Erfrierungen an Fingern und Zehen, sondern in Form von Verzicht auf Freizeit und Luxus. Ich nutzte jedes Wochenende und die Ferien um zu Arbeiten und sparte jeden Pfennig, um mir irgendwie diesen Traum eines jeden pubertierenden Teenagers leisten zu k\u00f6nnen. Und nach einem Sommer, den ich, statt m\u00e4dchenguckend am Baggersee, arbeitend unter der Neonsonne verbrachte, erf\u00fcllte sich am 13. September 1997 endlich mein Traum \u2013 ich war stolzer Besitzer einer Aprilia RS 125 Replica! Metallic-Silber, 32 PS stark und mit einem porn\u00f6sen 150er Hinterreifen. Stolz ist gar kein Ausdruck,\u00a0ich war der gl\u00fccklichste Milchbart n\u00f6rdlich von Noale! Das sollte sich auch die kommenden zwei Jahre nicht \u00e4ndern. Na gut, sie hatte anfangs nat\u00fcrlich nur 15 PS und war auf 80 km\/h gedrosselt, aber technisch gab es keine gr\u00f6\u00dferen Probleme. Trotz der anf\u00e4lligen 2Takttechnik gab es in \u00fcber 17.000 km nur Schwierigkeiten beim \u00dcberbr\u00fccken der elektronischen Drossel und durch einen total verstopften Kr\u00fcmmer \u2013 durch die Drossel\u2026<\/p>\n<div id=\"attachment_37\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Aprilia-Seite1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-37\" class=\"size-large wp-image-37  \" title=\"Aprilia Seite\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Aprilia-Seite1-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" srcset=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Aprilia-Seite1-1024x681.jpg 1024w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Aprilia-Seite1-300x199.jpg 300w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Aprilia-Seite1.jpg 1759w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-37\" class=\"wp-caption-text\">meine hei\u00dfgeliebte Aprilia RS 125 Replica<\/p><\/div>\n<p>Im Sp\u00e4tsommer 1999 habe ich sie dann kaltverformt. Wieder gab es einen neuen Traum (Kawasaki ZX \u2013 6R \u201eG\u201c), wieder mussten Opfer gebracht werden und wieder waren die Ferien nicht zur Erholung, sondern zum Arbeiten da. Es geschah an einem k\u00fchlen Septembermorgen auf dem Weg zur Fr\u00fchschicht. Mit viel zu wenig Schlaf, daf\u00fcr aber mit viel zu viel Schwung in einer Rechtskurve. Die Folgen waren verheerend. Motorrad schrott, das rechte Knie kaputt und das Ego am Arsch. Mein Selbstvertrauen erholte sich recht schnell und nach 5 Monate war auch das Knie wieder komplett belastbar. Aber es sollten zweieinhalb Jahre vergehen, bis ich mir meinen Traum erf\u00fcllen konnte.<\/p>\n<p><strong>Mit den Gro\u00dfen spielen<\/strong><\/p>\n<p>Wir schreiben den 31. M\u00e4rz 2002 und ich habe gerade den Kaufvertrag f\u00fcr meine ZX-6R unterschrieben. Wieder bin ich einer der gl\u00fccklichsten Menschen \u2013 diesmal allerdings westlich von Akashi. Die vergangenen 2 Jahre bin ich ausschlie\u00dflich auf 4 R\u00e4dern unterwegs gewesen, von einem kurzen Intermezzo als Panzerfahrer bei der geflecktarnten Spa\u00dfgruppe einmal abgesehen.<\/p>\n<p>Nun bin ich also in der 1. Liga angekommen. Es ist zwar wieder kein Neufahrzeug, diesmal sogar ein Unfallmotorrad. Aber in Anbetracht meines schmalen Studentenbudgets ist diese gr\u00fcn-lila gestylte Taschenrakete der absolute Luxus! So luxuri\u00f6s, dass ich mir daf\u00fcr das Rauchen abgew\u00f6hnt habe, da ich mir beides nicht leisten konnte. Aber dieses Opfer waren die Jahre mit der 6er allemal wert. Wobei man hier sicher nicht mal von Opfer sprechen kann\u2026<\/p>\n<p>Die Neue war aber nicht nur ein guter Grund, um eine schlechte Gewohnheit aus meinem Leben zu verbannen, sondern sie hatte auch noch auf etwas anderes einen entscheidenden Einfluss \u2013 meinen Fahrstil. W\u00e4hrend die Textilkombi einem Leder-Einteiler weichen musste und die Bundeswehrtreter durch anst\u00e4ndige Motorradstiefel ersetzt wurden, zerspante ich professionell Fu\u00dfrasten und Endtopf auf den einschl\u00e4gigen Strecken des Nordschwarzwaldes. Und so langsam wurde auch der Wunsch immer st\u00e4rker, endlich mal Rennasphalt unter die Schluffen zu nehmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_38\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/zx6r-Hockenhausen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-38\" class=\"size-large wp-image-38\" title=\"zx6r Hockenhausen\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/zx6r-Hockenhausen-1024x687.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"335\" srcset=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/zx6r-Hockenhausen-1024x687.jpg 1024w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/zx6r-Hockenhausen-300x201.jpg 300w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/zx6r-Hockenhausen.jpg 1727w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-38\" class=\"wp-caption-text\">Meine erste Kawa<\/p><\/div>\n<p>Doch mehr als einen Ausflug zu den Hockenheimer Touristenfahrten sollte es mit der ZX-6R nicht geben. 2005 musste ich mich schweren Herzens wieder von ihr trennen. Vor\u00fcbergehend sollte mir der Spa\u00df auf zwei R\u00e4dern doch zu teuer werden. Zuvor hatte ich mich aber noch neu verliebt.<\/p>\n<p>2004 hatte sich mein Kumpel Ralf eine ZX-10R gekauft. Ich freute mich nat\u00fcrlich f\u00fcr ihn, konnte mich anfangs aber nicht wirklich f\u00fcr die Zehner begeistern. Nat\u00fcrlich war das Mopped zu der Zeit das Ma\u00df der Dinge. B\u00e4renstark, sauschnell und als eine der Ersten serienm\u00e4\u00dfig mit einer Antihoppingkupplung ausgestattet. Aber neben der Technik spielt ja bekanntlich auch die Optik eine entscheidende Rolle. Und da stand ich nun mal total auf die Yamaha R1. Die RN 012 war meine Miss Germany 2004. Die Zehner schafft es da nur zur Kirmesprinzessin in Wanne-Eickel.<\/p>\n<p>Doch dann kam es zu diesem verh\u00e4ngnisvollen Nachmittag im Juli 2004. Wie das mit Topsch\u00f6nheiten nun mal so ist, kommt man in der Regel nat\u00fcrlich nicht in die Situation, mit ihnen auf Tuchf\u00fchlung gehen zu d\u00fcrfen. Anders verhielt es sich mit der Zehner. Durch meinen Kumpel doch immer in meiner N\u00e4he, waren wir an jenem Tag wieder mal zu einem P\u00e4rchenausflug im Schwarzwald unterwegs. Doch bei dieser Ausfahrt kam es erstmals zum folgenschweren Partnertausch. Ok, ihre Kleider war von der letzten wilden Party in Hockenheim ein bisschen zerrissen. Aber in dem Moment, als ich auf ihr Platz nahm, war dieser Makel auch schon vergessen. Die Zehner platzierte mich hoch \u00fcber dem Tank und nahe am Lenker \u2013 und ich bin gerne oben. Ich mag es \u00fcberhaupt nicht, wenn man zu sehr im Motorrad sitzt, da fehlt mir irgendwie die Kontrolle. Die Chemie stimmte also vom ersten Moment an.<\/p>\n<p>Und dann ging es los. Ort des Geschehens war der Lieblingsabschnitt meiner Hausstrecke, ich hatte also Heimvorteil. Und trotzdem war alles neu. Allein die Ger\u00e4uschkulisse, dieses metallische Fauchen aus der Airbox, verpasste mir eine G\u00e4nsehaut. Das war kein braves M\u00e4dchen aus der Provinz, diese Perle war mit allen Wassern gewaschen. Sie trug zwar am Tag meiner Verf\u00fchrung keine extravaganten Pumps, doch ihre Sportschuhe vom Typ Pirelli Supercorsa entsprachen sowieso mehr meinem Geschmack. Und sie wusste genau, wo es lang geht. Sie lie\u00df mich machen, doch egal wie forsch ich auch zu Sache ging, sie verlor nie die Kontrolle. Mein Hormonhaushalt geriet v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle. Doch bevor ich vollends den Verstand verlor, erreichten wir unser angepeiltes Zeil. Und ohne dass ich auch nur eine Kleinigkeit h\u00e4tte tun k\u00f6nnen, ging der Grund f\u00fcr mein Gef\u00fchlschaos zu meinem Kumpel Ralf zur\u00fcck. Doch eines war mir in diesem Moment sofort klar: Ich musste sie wiedersehen und ich w\u00fcrde auch alles tun, um mit ihr zusammenzukommen.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchling 2006 war es dann soweit. Ralf hatte die Zehner f\u00fcr so ein aufgeblasenes Silikonm\u00e4uschen aus dem Haus BMR (www.bmr-racing.de) verlassen, seine Alte war er aber noch nicht losgeworden. Vielleicht lag es am noch immer zerrissenen Partyfummel oder auch am billigen Gfk-Sportgewand, das sie zu dieser Zeit bevorzugt trug. Mir war es gleich. Ich war ihrem Charme erlegen und so nutze ich die Gelegenheit und kaufte sie aus ihrer ungl\u00fccklichen Situation frei. Neue Kleider bekam sie dann auch\u2026<\/p>\n<div id=\"attachment_41\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Mopped4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-41\" class=\"size-full wp-image-41 \" title=\"Mopped4\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Mopped4.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Mopped4.jpg 640w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/Mopped4-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-41\" class=\"wp-caption-text\">Meine zweite Kawa<\/p><\/div>\n<p><strong>Wie die Jungfrau zum Kinde<\/strong><\/p>\n<p>Nun hatte ich zwar wieder ein Motorrad, doch mein finanzieller Rahm war dadurch nat\u00fcrlich wieder sehr eng gesteckt. Ich tr\u00e4umte noch immer von Renntrainings und Motorsport, aber daf\u00fcr war einfach keine Kohle \u00fcbrig. Um dennoch etwas Rennluft schnuppern zu k\u00f6nnen, begleitete ich meine Kumpel Ralf und Marc in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden zu ihren Rennen. 2005 und 2006 fuhren beide den 3-Nationen-Cup (heute <strong>I<\/strong>nternational <strong>R<\/strong>oad <strong>R<\/strong>acing <strong>C<\/strong>hampionship), ab 2007 traten sie dann im Sportbike-Pokal an.<\/p>\n<p>Im Mai 2007 begleitete ich die Zwei mal wieder ans Schleizer Dreieck, wo im Rahmen der SuperSide-WM auch die ersten beiden L\u00e4ufe des neugeggr\u00fcndeten Sportbike-Pokals ausgetragen wurden. Ich freute mich also auf ein Wochenende mit spannenden Hobbyrennen, Benzingespr\u00e4chen, Th\u00fcringer Bratw\u00fcrste (die in Schleiz leider nie so besonders sind) und Bier \u2013 ohne auch nur zu ahnen, welches St\u00fcndlein mir hier schlagen w\u00fcrde. Denn auf dem traditionsreichen Stra\u00dfenkurs sollte nicht nur ein junger Schwabe (Stefan H\u00f6fle) auf einer KTM RC 8 erstmals durch seine Zynderqualit\u00e4ten auf sich aufmerksam machen, sondern auch ich sollte hier das erste Mal Rennluft schnuppern.<\/p>\n<p>Das Rennwochenende begann eigentlich noch ziemlich normal. Transporter fertig packen, Abfahrt in B\u00fchl, Autobahn A5 \u2013 A6 \u2013 A9 \u2013 BurgerKing \u2013 A9, Ankunft in Schleiz, Aufbau, Feierabendbier. Doch schon am folgenden Freitagmittag sollte ich vom entspannten Zuschauer zum andrenalindurchtr\u00e4nkten Akteur mutieren.<\/p>\n<p>Da wir ja bereits donnerstags anger\u00fcckt waren und alles f\u00fcr das 1. Qualifying am Nachmittag vorbereitet war, nutzen Marc und ich den Freitagmorgen, um uns in aller Ruhe einen \u00dcberblick im Fahrerlager zu verschaffen. Hierbei wurde ich auch das erste Mal auf die Renngespanne des Anderl-Cups aufmerksam, die an diesem Wochenende ebenfalls zwei ihrer Rennen fahren sollten. Ich witzelte noch, dass es wohl ziemlich abgefahren w\u00e4re, mal als Beifahrer im Seitenwagen mitzufahren. Kaum 4 Stunden sp\u00e4ter wurde aus Spa\u00df bitterer Ernst, wobei die Angelegenheit f\u00fcr mich alles andere als bitter war.<\/p>\n<p>Der Beifahrer des Teams Kowalski (der heute wohl vielen bekannte, amtierende Meister der <strong>IRRC<\/strong>, Didier Grams) hatte f\u00fcr jenes Wochenende leider kurzfristig abgesagt und so suchte der gute Horst-Maria Kowalski noch h\u00e4nderingend jemanden, der verr\u00fcckt genug war, im wahrsten Sinne des Wortes seinen Kopf (und Arsch) hinzuhalten. Also genau mein Ding.<\/p>\n<p>Die freudige Botschaft erreicht mich \u00fcber den Fahrerlagerfunk. Um genau zu sein, erreichte sie nicht mich sondern Marc. Ich war in dem Moment zu sehr damit besch\u00e4ftigt meine nicht gerade herausragende Th\u00fcringer Wurst bei jedem Biss siebenundzwanzig Mal zu kauen, um mir die anschlie\u00dfende Verdauung zu erleichtern. Ein Schlag auf den R\u00fccken mit einem \u201eNa, dass w\u00e4re doch was f\u00fcr Dich!\u201c riss mich aus meinem Zustand h\u00f6chster Konzentration. Nach einem verwirrten \u201eWas??\u201c meinerseits, erkl\u00e4rte mir Marc kurz die Situation und kaum hatte er ausgesprochen, waren wir auch schon unterwegs Richtung Seitenwagenfahrerlager. Hier standen wir dann aber leider vor verschlossenen T\u00fcren. Nach einer Stunde des Wartens und Suchens, kam Horst dann aber endlich zu seinem Lkw zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nun sollte alles ganz schnell gehen. Ein kurzer Plausch mit Horst, eine noch k\u00fcrzere Einweisung in die Bewegungsabl\u00e4ufe im Boot durch Andy Kolloch und dann war\u00b4s auch schon Zeit f\u00fcr das freie Training. Aber da ich ja eigentlich als Zuschauer angereist war, musste ich mir vorher noch schnell im halben Fahrerlager die Ausr\u00fcstungen zusammenborgen. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle Andres Maier (aka Anderl), dem damaligen Initator des Anderl-Cups. Er war nicht nur der Einzige, der ein paar Stiefel in Gr\u00f6\u00dfe 46 \u00fcbrig hatte, sondern er schenkte mir seine Daytona-Pornoletten sogar!<\/p>\n<p>Dann ging\u00b4s aber los. Und wie es losging! Realistisch betrachtet waren wir zwar im Bummeltempo unterwegs, aber selbst das reichte aus, um mir geh\u00f6rige Adrenalinsch\u00fcbe zu verpassen und ein fettes Grinsen ins Gesicht zu mei\u00dfeln. Ich war also angefixt. Nach sechs Runden war die erste Kontaktaufnahme vorbei und ich k\u00f6rperlich k.o. Man, war das anstrengend! Zu meinem Gl\u00fcck hatte ich mit Horst einen Fahrer gefunden, der beim ersten Einsatz etwas R\u00fccksicht auf seinen Beifahrer nimmt. Und es hatte sich f\u00fcr uns beide gelohnt. Ich war fasziniert und er hatte seinen Beifahrer f\u00fcr das Wochenende gefunden. Also marschierte ich ins Rennb\u00fcro, machte eine Veranstaltungslizenz und war f\u00fcr dieses Wochenende offizieller Beifahrer im F1-Gespann vom Team Kowalski. Und nicht nur das. Wir verbesserten uns \u00fcber das Wochenende kontinuierlich, sodass wir im letzten Rennen am Sonntag sogar auf eine TopTen-Platzierung h\u00e4tten erreichen k\u00f6nnen, wenn nicht der Fehlerteufel zugeschlagen h\u00e4tte. Horst war trotzdem zufrieden. Er war sogar so zufrieden, dass er mich gleich als sein Beifahrer zur n\u00e4chsten Veranstaltung an den Sachsenring einlud. Und es sollten noch zwei weitere Eins\u00e4tze beim IDM-Finale in Hockenheim und bei den Sidecar Open am Frohburger Dreieck folgen.<\/p>\n<div id=\"attachment_42\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/side21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-42\" class=\"size-full wp-image-42 \" title=\"side21\" src=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/side21.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"320\" srcset=\"http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/side21.jpg 600w, http:\/\/www.xn--asphalt-schtig-osb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/side21-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-42\" class=\"wp-caption-text\">Beim ersten Sidecar-Rennen in Schleiz (2007)<\/p><\/div>\n<p>Bedingt durch mein Studium, kam es im Jahr 2008 leider nur zu einem Rennwochenende in Schleiz und einem am Salzburgring. Wie bei meinem ersten Einsatz, startete ich auch hier wieder im Anderl-Cup, beim Zweiten Lauf in Salzburg jedoch nicht zusammen mit Horst sondern im Boot von Christian Steiner (<a href=\"http:\/\/www.steiner-racing.ch\/\">www.steiner-racing.ch<\/a>). Als alter IDM-Haudegen zog der gute Christian anst\u00e4ndig am Kabel und so beendeten wir das Rennen auf einem guten 6. Platz. F\u00fcr mich sollte es die bis dato beste Platzierung bleiben.<\/p>\n<p>Nachdem ich 2009 durch meine Diplompr\u00fcfungen und die Diplomarbeit komplett pausieren musste, fand ich 2010 zwar noch mal den Weg zur\u00fcck ins Gespann von Horst Kowalski, seit 2011 dreht sich aber alles nur noch um Zweir\u00e4der.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Liebe zum Motorradfahren ist mir in die Wiege gelegt. Na ja, man redet sich so was ja immer gerne ein. 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